Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Was ist AMD?

AMD ist die häufigste Netzhauterkrankung. Sie betrifft die Netzhautmitte (Makula). AMD führt zum Untergang der Sinneszellen an der Stelle des schärfsten Sehens. AMD tritt meist nach dem 50. Lebensjahr auf. Es ist etwa ein Viertel der über 75-jährigen betroffen.


Erste Anzeichen

  • Verschlechterung der Sehschärfe (z.B. Erkennen von Straßenschilden)
    „Nebel-" oder „Verschwommensehen"
  • Gerade Kanten erscheinen verzerrt (z.B. Tür- oder Fensterrahmen).
  • Einzelne Buchstaben oder Wörter können nicht ruhig fixiert werden, sondern scheinen zu springen.
  • Schließlich nimmt man in der Mitte des Gesichtsfeldes nur noch einen großen dunklen Fleck wahr. Gesichter werden dann nicht mehr erkannt.

Trockene AMD

Bei der trockenen AMD verschlechtert sich das Sehvermögen nur langsam im Verlauf vieler Monate oder Jahre. Von diesem Krankheitsbild sind 85% der AMD-Patienten betroffen. Ausgelöst durch stoffwechselbedingte Ablagerungen, die sogenannten Drusen, sterben schrittweise Sehzellen

Drusen der Makula bei trockener AMD

Neovaskuläre (feuchte) AMD

  • Abnorme Blutgefäße (CNV) wachsen in der Netzhautmitte und können die Makula zerstören.
  • Bei der neovaskulären AMD droht ein rascher Verlauf mit Verlust der zentralen Sehkraft innerhalb weniger Wochen oder Monate.
Neovaskuläre AMD

Behandlung der neovaskulären (feuchten) AMD

  • Effektive Therapie mit Medikamenten.
  • Injektion direkt in den Glaskörper des Auges.
  • Startphase mit drei Spritzen im Monatsabstand.

3 Injektionen - und danach?

  • Eine monatliche OCT-Kontrolle
    ist für ein halbes Jahr lang notwendig.
  • Das OCT entdeckt ein Rezidiv,
    bevor Sehschärfe und Netzhaut leiden.
  • Eine erneute Behandlung
    kann dann rechtzeitig genug erfolgen.
OCT-Gerät

Wir können die Kontrollen mit hochauflösender SD-OCT ab März 2015 auch bei uns in der Praxis selbst durchführen.